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Klangwelt SalterinaKlangwelt Salterina
Ulrike Knapp-Korb-Weidenheim vor der Programmtafel des Wiener Konzerthauses: Mozart-Saal, 19:30 Uhr, Salterina

Ein Abend im Mozart-Saal – Salterina im Wiener Konzerthaus

Manche Auftritte bleiben in Erinnerung, auch Jahre später. Der Abend im Wiener Konzerthaus gehört dazu.

Donnerstag, 14. März 2019, 19:30 Uhr, Mozart-Saal. Das Konzert trug den Titel „Vienna Transfer“ und brachte Salterina mit dem Wiener Pianisten Paul Gulda zusammen.

Salterina spielte im Quintett: Ulrike Knapp-Korb-Weidenheim am Steirischen Hackbrett und am Pantaleon, Michaela Grasch an der Steirischen Harmonika, Johann Grasch an Klarinette und Bassklarinette, Katharina Hofbauer an der Harfe und Josef Söls am Kontrabass.

Das Programm spannte genau jenen Bogen, für den Salterina steht. Volksweisen wie die „Marburger Polka“ und der „Aufzug aus Tragöß“ standen neben Barockem: Valentin Rathgebers „Pastorella ex G“ und Pietro Berettis „Sonata per Salterio“ in G-Dur – Musik also, die eigens für dieses Instrument geschrieben wurde. Dazu kamen vier eigene Kompositionen von Ulrike Knapp-Korb-Weidenheim: „Schneegestöber in Neunkirchen“, das „Theresienmenuett“, der „Leobersdorfer Walzer“ und der „Schönau-Boarischer“. Als Zugabe erklang die „Leckerfassl-Polka“.

Der Mozart-Saal fasst rund 700 Personen und gilt wegen seiner Akustik als einer der bedeutendsten Kammermusiksäle überhaupt. Ein Raum, der jeden Ton hörbar macht – und in dem ein Steirisches Hackbrett zunächst einmal ungewohnt ist.

Paul Gulda, Sohn des Pianisten Friedrich Gulda, ist bekannt für Programme, die klassische Musik mit anderen Musiktraditionen zusammenführen. Der Konzerttitel „Vienna Transfer“ sagte es bereits – und genau in diesen Zusammenhängen findet ein Instrument wie das Hackbrett seinen Platz.

Der Abend hat vor allem eines gezeigt: Zwischen einer barocken Sonata per Salterio und einer steirischen Polka liegt weniger, als man denkt – das Hackbrett trägt beides.


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